South behandelt die Küche der amerikanischen Südstaaten als regionale kulinarische Tradition mit einer eigenen Kultur der Zutaten und nicht als Comfort Food mit reichlich Butter.
Sean Brock wuchs in den Kohlebergbauregionen Virginias auf und machte sich im Husk in Charleston einen Namen. 2010 erhielt er den James Beard Award als bester Koch im Südosten der USA, und was ihn von anderen in der Region unterscheidet, ist seine Besessenheit von Zutaten, die beinahe verschwunden sind.
Er arbeitet mit Carolina-Gold-Reis, jener Sorte, die Charleston im 18. Jahrhundert reich machte und praktisch ausgestorben war, bis Saatgutbewahrer sie zurückbrachten. Hinzu kommen Sea-Island-Erbsen, Benne, jene Sesamsaat, die versklavte Menschen aus Westafrika mitbrachten, sowie eine Reihe von Maissorten, die auf Steinmühlen gemahlen werden. Es ist dieselbe Arbeit, die die nordische Bewegung mit alten Getreidesorten leistete, nur zwanzig Jahre später und auf einem Kontinent, auf dem bereits sehr viel mehr verloren gegangen war.
Das Buch ist außerdem auf eine Weise persönlich, die sein Vorgänger Heritage nicht war. Brock hörte 2016 mit dem Trinken auf und hat offen darüber gesprochen, und South ist das Buch, das darauf folgte. Das merkt man am Ton ebenso wie am Essen. Einfacher, weniger demonstrativ, näher an dem, was er tatsächlich kocht.
Der Inhalt umfasst in Gusseisen gebackenes Maisbrot, Biscuits, gekochte Bohnen, Kohl und grünes Blattgemüse, Eingelegtes, frittiertes Hähnchen und langsames Räuchern. Dass die Grundlage der Südstaatenküche die Kochtradition Schwarzer Amerikaner ist, stellt er ausdrücklich fest und kommt im gesamten Buch immer wieder darauf zurück.
Format: Gebunden
Verlag: Artisan
ISBN: 9781579657161
Sprache: Englisch
Erstmals erschienen: 2019