Byung-Hi und Byung-Soon Lim betrieben das Restaurant in Stockholm, das seit 1975 von der Familie geführt wurde. Dort wurde die koreanische Kochtradition über zwei Generationen weitergegeben. Nach etwas mehr als 50 Jahren schloss das Restaurant. Das Buch ist damit kein Begleiter mehr zu einer Küche, die man besuchen kann, sondern die Dokumentation einer Küche, die länger existierte, als die meisten Schweden überhaupt koreanisch gegessen haben.
Das merkt man vor allem an den Zutaten. Die Rezepte gehen davon aus, was man in Schweden tatsächlich bekommen kann, und das ist ein echter Unterschied zu amerikanischen und britischen koreanischen Kochbüchern, die häufig voraussetzen, dass gleich um die Ecke ein gut sortierter koreanischer Supermarkt steht. Die Familie hatte dieses Problem hier jahrzehntelang gelöst, lange bevor andere überhaupt darüber nachdenken mussten.
Kimchi bildet den Kern des Buches, genau wie in der koreanischen Küche insgesamt. Das Buch erschien früher unter dem Titel Kimchi och andra koreanska rätter, und diese Ausgabe wurde um rund zwanzig neue Rezepte erweitert, die ein breiteres Bild davon vermitteln, was koreanische Hausmannskost tatsächlich ist.
Darüber hinaus finden sich die Gerichte, die die meisten kennen, also Bulgogi, Bibimbap und Japchae, ebenso wie eine Reihe von Alltagsgerichten, die koreanische Haushalte nur selten verlassen.
Für alle, die koreanisch kochen lernen möchten, ohne den Umweg über englischsprachige Bücher zu nehmen, ist dies der naheliegende Einstieg. Und für alle, die im Arirang gegessen haben, ist es das Rezept für das Essen, das man nicht mehr bestellen kann.
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 156
Verlag: Natur & Kultur
ISBN: 9789127152823
Sprache: Schwedisch
Erstmals erschienen: 2017