In Ligurien, der Küstenlandschaft rund um Genua, macht man seit Hunderten von Jahren eine Pasta, die aussieht wie Münzen. Sie heißt Corzetti, nach dem Corzetto, einer kleinen Münze, die im 14. Jahrhundert in Genua im Umlauf war. Die Pasta ist flach und rund, ein bisschen wie ein dünner Keks, und auf beiden Seiten ist ein Muster eingeprägt. Früher ließen Adelsfamilien ihre Wappen in die Stempel schnitzen und servierten ihren Gästen Pasta mit dem Familienemblem – wohl die essbarste Angeberei aller Zeiten. Die Bauern begnügten sich mit einem Kreuz, einer Blume oder einem Stern.
Das Muster ist nicht nur Zierde. Die kleinen Rillen fangen die Sauce auf, und deshalb werden Corzetti traditionell mit etwas serviert, das haften soll: Walnusssauce, Pesto, einer Sauce aus Pinienkernen oder einer Pilzsauce.
Für Corzetti brauchen Sie einen Corzetti-Stempel, und der besteht aus zwei Teilen. Das Basisteil hat eine hohle Seite, die als Ausstecher dient und runde Pastastücke aus dem ausgerollten Teig sticht, und eine gemusterte Seite, auf die das Pastastück gelegt wird. Dann nehmen Sie den oberen Stempel, drücken ihn auf das Pastastück und prägen das Muster auf beiden Seiten gleichzeitig. Es braucht ein paar Versuche, bis der richtige Druck sitzt, und dann geht es flott.
Marcato verkauft die Teile einzeln, sodass Sie die Muster wählen können, die Ihnen gefallen. Das Basisteil hat auf der gemusterten Seite eine klassische Spirale und wird zum Ausstechen der Pasta benötigt. Der einfache Stempel zeigt eine Lilie, auf Italienisch Giglio. Der Doppelstempel hat zwei verschiedene Muster, eine Sonne und eine Blume, eines an jedem Ende, sodass Sie zwischen ihnen wechseln können. Kombinieren Sie die Basis mit einem oder beiden Stempeln, und Sie haben alles, was Sie brauchen.
Die Stempel sind aus Massivholz gefertigt und in Italien hergestellt. Wischen Sie sie nach Gebrauch mit einem trockenen Tuch oder einer Bürste ab. Sie dürfen nicht mit Wasser gewaschen werden und sind nicht spülmaschinenfest.