768 Seiten und rund 700 Rezepte aus Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, den Färöern und Grönland. Magnus Nilsson verbrachte mehrere Jahre damit, durch die Region zu reisen und sie zusammenzutragen.
Für deutsche Leser ist ein Teil davon vertraut, vieles andere dürfte völlig neu sein. Schwedische Fleischbällchen, Zimtschnecken und Gravlax gehören längst zum bekannten Bild der nordischen Küche, während große Teile der norwegischen, finnischen, färöischen und grönländischen Tradition selbst in Deutschland kaum bekannt sind. Nilsson nimmt auch das Schwierige auf, ohne daraus eine Sensation zu machen. Hákarl, Skerpikjøt, Surströmming und Lutefisk stehen neben Pfannkuchen und Fleischbällchen.
Die Rezepte sind kurz und sachlich, eher Dokumentation als Anleitung. Darüber hinaus enthält das Buch einen umfangreichen Textteil über nordische Esskultur, Jahreszeiten und Geschichte, und genau diesen Teil liest man tatsächlich.
Wer sich für das Gebäck interessiert, findet mit The Nordic Baking Book von 2018 den dazugehörigen Schwesterband.
Einband: Hardcover
Seitenzahl: 768
Sprache: Englisch
Erstmals erschienen: 2015
The Kitchen Lab Auswahl
Seit den 2000er Jahren wird nordische Küche als Foraging, Fermentation und Restaurantästhetik vermarktet. Das ist eine reale Bewegung, aber es ist nicht das, was die Menschen im Norden tatsächlich essen. Magnus Nilsson bereiste die gesamte Region und schrieb das andere auf: das Gekochte, das Eingelegte, das Unglamouröse und das Regionale, bis hinaus zu den Färöern und Grönland.
Dass gerade er es tat, ist bedeutsam. Er war eine der Zentralfiguren der Bewegung und hätte die Grenze zwischen Tradition und Vermarktung verwischen können, ohne dass jemand protestiert hätte. Er tat das Gegenteil.