Der wildgeerntete Zatar von The Pepper Quest stammt aus Hatay, Türkei. Es ist ein Kraut, das botanisch mit Thymian verwandt ist, aber mit einem Ausdruck, der irgendwo zwischen Thymian und Oregano liegt, mit einer sauberen, leicht pfeffrigen Kante und einer tiefen grünen Schärfe. Das Wildernten verändert den Charakter grundlegend im Vergleich zu kultiviertem: Es gibt mehr aromatisches Öl, mehr Intensität, mehr von allem.
Das richtige Trocknen erfordert Handwerk. Zu aggressives Trocknen flacht den Geschmack ab. Zu wenig lässt die oberen Noten beim Handling zerdrücken. Richtig gemacht ergibt es ein aromatisches Erlebnis in drei Schichten: oben wilder Thymian und grüne Zitrusblätter, in der Mitte olivenähnliche Wärme und süße Kräuter, am Boden ein pfeffriger Griff und anhaltende Trockenheit.
Zatar mag Wärme, Säure und Fett. In Olivenöl anbraten und auf Feta geben. In Eier oder Butter einfalten. Über geröstetes Gemüse und Linsen streuen. Mit Tahini zu einer Sauce vermischen. Und einmal das Einfache ausprobieren: Wassermelone, zerbröckelter Feta, Zatar und ein Spritzer Limettensaft. Eine neue Sommertradition.